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Farben und Kleidung bei Zeremonien: Tipps zu Dresscodes
Farben sind mehr als nur eine ästhetische Entscheidung – sie transportieren Symbole, Stimmungen und kulturelle Bedeutungen. Sowohl bei Freien Trauungen, Hochzeiten als auch bei Trauerfeiern spielt die Wahl von Kleidung und Farben eine wichtige Rolle.
Während früher klare Regeln galten, sind heute Individualität und persönliche Ausdrucksformen stärker im Vordergrund. Einiges mehr oder weniger ungeschriebene Regeln gibt es aber doch.
Dresscodes Hochzeit / Freie Trauung
Ein Megatrend für die meisten Brautpaare ist ganz klar das Motto FEIERLICH. Auch wenn das Motto „Casual Chic / leger“ ausgegeben wird, schadet es bei Männern also zum Beispiel nicht, eine schicke Jeans oder eine Chino mit einem Hemd und einem feinen Sakko zu kombinieren.
Gerade bei Freien Trauungen gibt es daneben einen großen Trend zu Individualität. Wenn das Motto zum Beispiel Boho-Wedding (= Bohemian) lautet, dann packt gerne die passenden Kleidungsstücke oder das passende Zubehör aus.
Farben für das Brautpaar
Traditionell
- Der Klassiker Weiß für die Braut: Seit dem 19. Jahrhundert, durch Königin Victoria in England populär, gilt Weiß in vielen westlichen Ländern als Symbol für Reinheit, Neubeginn und Unschuld.
- Schwarz für den Bräutigam: Lange Zeit tabu bei Hochzeiten, da es mit Trauer assoziiert wurde. Inzwischen aber akzeptiert.
- Mut zur Farbe: Kleider in Rosé, Hellblau oder kräftigen Tönen sind keine Seltenheit mehr.
- Individualität: Bei einer freien Trauung ist alles erlaubt – vom Smoking bis zum Barfuß-Look.
International
- Rot: In China, Indien und vielen asiatischen Kulturen Symbol für Glück, Wohlstand und Fruchtbarkeit.
- Gold & Gelb: Festliche Farben, die Reichtum und Feierlichkeit ausdrücken.
- Grün: In Teilen der arabischen Welt eine lebensbejahende, festliche Farbe.
Aktuell / modern
Boho-Stile: Pastell, Naturtöne, Beige, Blush = zartes Rosa oder Rosé, das an die Farbe von Puder erinnert sowie gedeckte Grüntöne und Blätter als Kontrast) sind im Trend.
>> Eine ‚Grüne Hochzeit‘ hat zwei Bedeutungen: Sie bezeichnet den Tag der Eheschließung selbst, als Symbol für den Neuanfang und das Wachstum der Beziehung. Heutzutage wird der Begriff auch für nachhaltige Feiern verwendet.
Dresscode-Tipps für Gäste
Um Unsicherheiten und Rückfragen zu vermeiden, geben viele Paare mit der Einladung eine Dresscode-Empfehlung. Schön ist auch ein Farbschema, an das sich die Gäste halten sollen. Möglich sind aber auch weitere Dresscodes, die zu euch passen. Hauptsache authentisch!
Klassische Dresscodes:
- Casual Chic / leger: Diese Option bedeutet, dass niemand zu festlich erscheinen soll, aber dennoch gepflegt und schick. Für Männer kann dies eine schicke Jeans, ein Hemd und eine Jacke / Sakko bedeuten.
- Cocktail: Ein beliebter Dresscode, der ein festliches, aber nicht unbedingt formelles Outfit erfordert. Für Frauen passt ein Cocktailkleid, für Männer ein dunkler Anzug mit Hemd.
Was für Gäste Freier Trauungen zu vermeiden ist:
Weiß und Elfenbein: Diese Farben sind der Braut vorbehalten.
Grelle Neonfarben oder komplett schwarzes Outfit als Gast (außer es passt bewusst zum Setting). Schwarz wird oft als zu traurig empfunden. Wenn Sie es dennoch tragen, sollte es mit hellen Accessoires aufgelockert werden.
Am besten auch zu freizügige Kleidung vermeiden, also nicht zu kurz oder zu tief ausgeschnitten. Auch hier: Im Mittelpunkt sollte das Brautpaar stehen.
Dresscodes Trauerfeier / Gedenkfeier
Bei Trauerfeiern ist ein dezent-respektvoller Look Standard, außer die Hinterbliebenen wünschen etwas anderes. Viele Familien wünschen sich eine Kleiderwahl, die zum Verstorbenen passt – manchmal sogar bewusst bunt.
Traditionell
In westlichen Kulturen: Schwarz ist die klassische Trauerfarbe und ein Zeichen von Respekt und Würde.*
Aktuell / modern
Dunkelblau, Grau oder gedeckte Töne sind allgemein ebenso akzeptiert wie Schwarz.
Zu vermeiden: grelle Farben ohne Bezug zur Person, ‚Party-Outfits‘ oder respektlos wirkende Kleidung.
Weiß in Asien und Afrika: In vielen asiatischen Ländern sowie in Teilen Afrikas ist Weiß die Trauerfarbe, als Symbol für Reinheit und Vergänglichkeit.

Fazit: Der Dresscode sollte die Atmosphäre unterstützen!
Ob Hochzeit oder Trauerfeier – die Wahl von Farben und Kleidungsstil sollte die Atmosphäre der Zeremonie unterstützen: Bei Hochzeiten darf es lebendig, farbenfroh oder auch klassisch elegant sein. Bei Trauerfeiern ist ein dezent-respektvoller Look Standard, außer die Familie wünscht etwas anderes.
PS: Kinderwillkommensfeste: Hier sind helle Farben oder festliche Kleidung üblich (je nach Wetter), da es ums Feiern des Lebens geht.
Als freier Redner in Köln erlebe ich, wie stark Farben die Stimmung prägen. Kleidung und Farben sollten nicht ablenken, sondern die Menschen, ihre Geschichten und den Anlass würdevoll widerspiegeln.
Euer Reiner Kolberg, „Worte für das Leben“
Persönliche Reden und Zeremonien mit Herz, Humor und Tiefe.
Freier Redner, Köln, Düsseldorf, Bonn, NRW, Rhein-Main & weiter.
